Für Deutschland starten Aljona Savchenko und Robin Szolkowy in Moskau die beiden haben sich ein Ziel gesetzt: das dritte mal WM-Gold.
Eigentlich würden Aljona Savchenko und Robin Szolkowy zum Ende des Aprils längst Urlaub machen, bedingt durch das schwere Erdbeben und die Folgen in Japan wurde die Eiskunstlauf WM 2011 aber von Tokio nach Moskau verlegt.
Die daraus resultierende Verspätung um vier Wochen stellt nicht nur ein Motivationsproblem für die Europameister im Paarlauf, dar sondern auch logistisch Probleme traten auf, diese wurden aber im heimischen Chemnitz gemeistert. So wurde die eigentlich bis Ende März begrenzte Eiszeit in der Halle am Küchwald bis Ostern verlängert, die daraus entstehenden Kosten, immerhin rund 40.000 ,- Euro teilten sich das Bundesinnenministerium, das sächsische Kultusministerium und die Stadt Chemnitz.
“Wir wollen gewinnen, haben aber auch neue starke Konkurrenz aus Russland”, sagt Trainer Ingo Steuer,dessen ehemalige ukrainische Läuferin Tatjana Wolososchar nun mit dem erfahrenen Maxim Trankow für Russland startet. Es sei zwar ihr erster internationaler Wettkampf, “aber die machen das schon ganz gut”, äußerte er sich weiter.
Savchenko/Szolkowy nutzten die um einen Monat verlängerte Saison mit einigen Show-Auftritten als Training.
Eine Herausforderung an die Organisation.
Die WM in der Megasport-Arena in Moskau stellt eine große organisatorische Herausforderung für die russischen Veranstalter vor Ort sowie auch für den Weltverband ISU dar. Aufgrund der wenigen Zeit die zur Verfügung steht wird auf Dekoration eher verzichtet, die wirklich wichtigen Dinge haben eindeutig Vorrang.
Der ISU-Sportdirektor Peter Krick sagte dazu: “Es geht jetzt nur um die reinen Fakten, dass alles funktioniert und passt. Man macht jetzt einfach nach einer Prioritätenliste das, was notwendig ist. Das Wichtigste ist, dass die Leute dahin kommen, wo sie hinwollen und dass sie ein Bett haben und dass es irgendwann auch mal was zu essen gibt.”
Der erste Athlet der Deutschen Eislauf-Union (DEU), der am Ostermontag (12.00 Uhr MESZ) den Wettkampf mit der internationalen Konkurrenz aufnehmen wird, ist der deutsche Meister Peter Liebers aus Berlin. Eine Top-10-Platzierung wird wohl für den 23-Jahre alten aber genauso schwierig zu meistern sein wie für die Mannheimerin Sarah Hecken. Ausserdem sind für Deutschland mit dabei die deutschen Eistanz-Meister Nelli Ziganschina und Alexander Gazsi aus Oberstdorf sowie die Paarläufer Maylin Hausch und Daniel Wende (ebenfalls Oberstdorf).